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ETHISCHE GRUNDLAGEN 1. Weltanschaulicher Hintergrund Das Ritual der Visionssuche ist offen für alle kulturellen Traditionen, Religionen und politischen Anschauungen. Es ehrt die Vielfalt aller Rassen, Kulturen und deren religiöse und ethische Wertvorstellungen. Wir gehen dabei achtsam mit dem rituellen Erbe der Menschheit um. Wir verstehen unsere Arbeit als einen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung unserer Welt. Uns liegt daran, dass Menschen, die für ihr inneres Wachstum in die „Wildnis“ gehen, ihr Eingebundensein in die natürliche Welt wieder entdecken und sich für ihre Schönheit, ihre Vielfalt und ihren Geist öffnen können. Kernabsicht unserer Arbeit in und mit der Natur ist es, Menschen auf ihrem Reifungsweg zu begleiten und ihre Potentiale zu fördern. Wir bieten ihnen einen rituellen Raum, in dem sie ihre Einzigartigkeit entfalten, ihr Selbstbewusstsein stärken und ihre Identität entwickeln können. Indem sie mit ihren speziellen Gaben der Gemeinschaft dienen, erleben sie sich als wertvoller Teil des großen Ganzen. 2. Umgang mit der natürlichen Welt Wir respektieren die Verletzlichkeit jedes Ökosystems, machen uns mit seinen besonderen Bedingungen und den Naturschutz-Richtlinien im jeweiligen Gebiet vertraut und bewegen uns darin mit Achtsamkeit. Für unseren Aufenthalt in der „Wildnis“ begrenzen wir die erforderlichen technischen und logistischen Ausrüstungen und Transportmittel auf ein Mindestmaß. Verschiedene Visionssuche-Leiter/innen entscheiden sich für Wildnisplätze im europäischen oder interkontinentalen Ausland. Sie sind sich der ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte ihrer Entscheidung bewusst. Es ist unsere Absicht, mit den Menschen vor Ort zusammen zu arbeiten. Wir unterstützen sie in ihrer Fürsorge und Verantwortung für das öffentliche und private Gelände, auf dem wir uns mit unseren Gruppen bewegen. 3. Ausbildungs- und Arbeits-Grundlagen Wir tauschen uns über unsere Arbeit regelmäßig aus, lernen voneinander und nutzen Angebote zur Intervision und Supervision. Wissend, dass wir uns selbst immer in Reifungsprozessen befinden, stellen wir an uns den Anspruch, regelmäßig fastend in die „Wildnis“ zu gehen, um die Prozesse, die wir begleiten, an Körper und Seele selbst zu erfahren. Wir bilden uns in verschiedenen Bereichen der initiatorischen Naturarbeit fort. 4. Qualität der Begleitung Wir stellen als Visionssuche-Leiter/innen Räume in der natürlichen Welt zur Verfügung, in denen die Teilnehmer/innen sich in ihrem Rhythmus und nach ihrer eigenen Gesetzmäßigkeit entwickeln und entfalten können. Alle verwendeten Übungen und Rituale sind offene Angebote. Sie helfen, die inneren Antworten zu finden, die jede/r auf existentielle Fragen in sich trägt. Wir schaffen einen tragfähigen organisatorischen, sozialen und spirituellen Rahmen, in dem Menschen ihre existentiellen Lebensübergänge und Wachstumsprozesse anerkennen und bekräftigen können. Wir bereiten sie darauf vor, die Erfahrungen ihres Wildnisaufenthaltes gut in ihr Alltagsleben zu integrieren. Die Teilnehmer/innen werden für eine Zeit vor und nach dem Ritual von den Leiter/innen auf ihrem Weg unterstützt. Die Visionssuche als initiatorisches Ritual beinhaltet auch Risiken. Wir sorgen deshalb für optimale Vorbereitung und größtmögliche Sicherheit. Die Eigenverantwortung der Teilnehmer/innen hat wesentliche Bedeutung. Wir achten darauf, die Grenzen unserer persönlichen und fachlichen Kompetenzen zu kennen und einzuhalten. Um unterschiedliche Fähigkeiten zu nutzen und eine optimale Sicherheit zu gewährleisten, arbeiten wir meist in Teams. Die Visionssuche erfolgt in einem geschützten Rahmen, in dem alle Informationen über die Teilnehmer/innen im Kreis der Gruppe bleiben. Begleiter/innen von Übergangsprozessen unterliegen der Schweigepflicht. |
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